Unternehmen sind auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen

Für viel Wirbel sorgte vor einigen Wochen das Beschwerdeschreiben der Dekane aller Fachbereiche der Universität Koblenz hinsichtlich der Zukunft der Universität Koblenz-Landau.
Im Februar hatte die Landesregierung beschlossen, den Campus Koblenz als eine eigenständige Universität zu etablieren und den Campus Landau mit der TU Kaiserslautern zusammenzuführen. Zwar versicherte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf kurz darauf, dass die Funktions- und Strategiefähigkeit der Universität Koblenz ab dem Jahr 2023 in jedem Fall gesichert sei. Das Neuwieder WirtschaftsForum wird die weitere Entwicklung aber genau im Auge behalten.
In einem Brief an Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstreicht das Netzwerk die Bedeutung der Universität Koblenz für die gesamte Region. Generell aber besonders in Zeiten des Fachkräftemangels sind die Betriebe auf gut ausgebildete und studierte junge Leute angewiesen. Letztendlich hängt das Unternehmenswachstum hinsichtlich der Größe, der Produktentwicklung oder der Produktinnovation von hochqualifizierten Mitarbeitern ab.
In dem Schreiben an die Ministerpräsidentin fordert das WiFo den Ausbau des Campus. Für das nördliche Rheinland-Pfalz, als „Motor des Mittelstandes“ sei dieser unerlässlich. Das WiFo, welches sich seit langem für die Bildung eine Polio Region und Bildung eines Regiopols rund um das Koblenz-Neuwieder Becken starkmacht, fordert die Weiterentwicklung des Uni-Standorts Koblenz. Darüber hinaus erwartet das Netzwerk vom Land die Unterstützung zur Bildung und Förderung einer Polio Region.
Als weiteren Leitgedanken adressiert das WiFo an die Landesregierung, dass das nördliche Rheinland-Pfalz, zwischen den Metropolregionen Rhein/Main und Köln/Bonn, konkurrenzfähig bleiben muss. Ansonsten drohen fatale Rückschritte. Diesbezüglich, so betonen die Vorsitzende Marion Blettenberg und Frank Wolsfeld, Sprecher des WiFo Arbeitskreis Standortentwicklung, ist ein starker Universitätsstandort im Koblenz-Neuwieder-Becken von größter Bedeutung.
Abschließend erklären die beiden Vorstandsmitglieder gegenüber der Landesregierung die ständige Gesprächsbereitschaft des WiFo´s rund um die Stärkung des hiesigen Wirtschaftsstandorts.

Koblenzer OB Langner begrüßt Engagement des WiFo´s

In einem Schreiben bedankt sich Koblenz Oberbürgermeister David Langner für das Engagement des Neuwieder WirtschaftsForums hinsichtlich der Neustrukturierung der Universität Koblenz.
Das Netzwerk hatte sich kürzlich an Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit dem Appell gewandt, die Funktions- und Strategiefähigkeit der Universität Koblenz über das Jahr 2023 hinaus sicherzustellen. David Langner versichert den Neuwiedern vollumfänglich, hinter ihren Forderungen zu stehen. „Wir benötigen eine Stärkung der Universität Koblenz, die auch unsere regionale Wirtschaft und Institutionen mit vor Ort ausgebildeten Fachkräften ausstattet bzw. unterstützt, die Forschung lanciert und ein Profil schafft, dass Alleinstellungsmerkmale aufweist“.
Abschließend zeigt sich der Koblenzer Stadtchef zuversichtlich, dass es gemeinsam gelingen wird, neue Wege einzuschlagen und die Sog- und Strahlkraft einer erfolgreichen und renommierten Universität Koblenz voranzutreiben. Für das Neuwieder WirtschaftForum ist das „gemeinsam“ besonders wichtig. Denn nur gemeinsam mit allen Kommunen und Städten des Koblenz-Neuwieder Beckens ist es möglich, den hiesigen Wirtschaftsstandort zu stärken und als Regiopolregion zukunftsfähig zu machen