WirtschaftsForum und Stadtwerke ziehen positive Zwischenbilanz

Vor rund zweieinhalb Jahre starteten das Neuwieder WirtschaftsForum und die Stadtwerke Neuwied ihre gemeinsame Glasfaserinitiative im Distelfeld und Friedrichshof. Zum damaligen Zeitpunkt drohte der Standort den Anschluss an die Datenautobahn zu verpassen. „Mit der Anzahl der neuen Kunden sind wir sehr zufrieden. Davon träumen andere Versorger“, bilanzierte SWN Geschäftsfeldleiter Udo Engel in einem Erfahrungsaustausch mit dem Wifo.
Damit der Ausbau für den Versorger zumindest null auf null ausgeht, bedurfte es einer gewissen Anzahl von Kunden. Neben WiFo Mitgliedern entschieden sich auch zahlreiche weitere Firmen für die schnelle 500 Mbit Leitung. Die von den SWN verwendete Technik ist sogar langfristig in der Lage, auf bis zu 10.000 Mbit aufgerüstet zu werden. Viel positive Resonanz gibt es seitens der WiFo Mitglieder, die umgestiegen sind. „Die Zeit, die die Mitarbeiter bislang vor dem langsamen Rechner saßen, wird jetzt produktiver genutzt“, berichtet Cornelius Kirsche (AG für Steinindustrie).
Für das Medicon erwies sich die Entscheidung pro Glasfaser als besonders glücklich. Als das Sport- und Gesundheitscenter auf dem Höhepunkt der Corona-Krise schließen musste, wurden die Mitglieder per Live-Stream in Form gehalten. Die rund 20.000 Uploads der Live-Streams wären ohne Glasfaser kaum möglich gewesen. „Der Aspekt des Heraufladens wird zu häufig außer Acht gelassen“, weiß Brigitte-Ursula Scherrer. Die WiFo Ehrenvorsitzende und Initiatorin der Glasfaseroffensive, verweist auf zahlreiche Unternehmen, die darauf angewiesen sind, ihre Leistungen ins Netz zu stellen bzw. Kunden online damit zu versorgen. Zunehmend ist dies ein Faktor, der für den Unternehmensstandort entscheidend ist.
Der Internet Handel oder Dienstleistungen von Ingenieuren und Software-Entwicklern sind nur wenige Beispiele. „Glasfaser ist eine geringe Investition für Unternehmen, die sich aber mit Sicherheit auszahlt“, unterstreicht der WiFo-Vorstand. Daher begrüßt das Netzwerk, dass die SWN den Ausbau mittlerweile überall im Stadtgebiet vorantreiben. „Sobald Straßenbauarbeiten anstehen, schaffen wir die Voraussetzungen“, bestätigt Udo Engel.