WiFo-Mitglieder meistern Corona-Krise auf unterschiedlichste Weise

Auf unterschiedliche Weise meistern die WiFo-Mitglieder die Corona Krise. Recht kurz nach Einführung der Kontaktbeschränkungen, entdeckte das Neuwieder Netzwerk neue Kommunikationsformen für sich. Zum Stammtisch tauscht man sich seitdem aus dem Büro bequem per Video-Konferenz aus. Dabei steigt die Anzahl der Teilnehmer von Mal zu Mal. Mit den SWN, dem Medicon und Calderys stellten sich jetzt drei weitere Mitglieder vor, die in ihren Bereichen absolute Glücksfälle für Neuwied sind. Aufgrund von Strom, Gas und Wasser besitzen die SWN eine Systemrelevanz. Geschäftsführer Stefan Herschbach stellte das Konzept vor, wonach die Grundversorgung selbst bei einer sehr hohen Ausfallquote von Mitarbeitern sichergestellt ist. Derzeit überlegt die städtische Gesellschaft, wie im Sommer, trotz der strengen Hygienevorschriften, der Bäderbetrieb aufgenommen werden kann? Angesichts der Kapazitätsbeschränkung stellt Stefan Herschbach aber jetzt schon klar, dass der Betrieb nicht wirtschaftlich sein wird. Das letzte Wort habe die Politik.

Mit rund 200 Mitarbeitern zählt Calderys zu den führenden Industrieunternehmen in Neuwied. Rund 20% des Umsatz der insgesamt 19 Standorte werden hier generiert. Von Neuwied aus gehen kundenspezifische feuerfest Lösungen in die ganze Welt. Beispielsweise für Auskleidungen von Aluminiumöfen oder Bodenplatten für Stahlpfannen. „Neben der Produktion zeichnet sich das stetig erweiterte Neuwieder Werk durch eigenes Engineering und Design aus“, berichtete Personalleiter Torsten Gabriel. Fast schon ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche sei die Kompetenz, die entwickelten Lösungen zu produzieren und vor Ort beim Kunden zu installieren. Weil die Mitarbeiter in weitläufigen Hallen arbeiten, habe sich die Corona-Krise kaum auf die Fertigung ausgewirkt.

Ganz anders sah es wochenlang im Medicon aus. Hier standen die Laufbänder still, das Eisen blieb unbewegt und die Kursräume waren verschlossen. Hinter den Kulissen bot sich ein anderes Bild: „Gleich mit der Schließung haben wir uns auf die Suche nach Lösungen gemacht“, blickte Ortwin Sülzen zurück. Schon nach wenigen Tagen wurde den Mitgliedern ein tägliches online-workout angeboten. Von der Resonanz ist der Geschäftsführer und Firmengründer überwältigt. Bis zu 20.000 Mal wurden die Live-Streams heruntergeladen. In Zukunft möchte das Sport- und Gesundheitscenter das Online-Angebot, beispielsweise mit Interviews zu spannenden Themen, beibehalten. Ein erster Höhepunkt wird die erste digitale Boxveranstaltung am 25. Juli sein. „Das Medicon geht mit der Zeit“, verspricht Ortwin Sülzen. Das ist übrigens auch das Erfolgsrezept des Sport- und Gesundheitscenters mit 18 unterschiedlichen Bereichen, von Ladys only über Personal-Training, Kurse, Fight-Club, Nutri-Coaching bis hin zu Wellness und Sauna. Erst 1992 gegründet, zählt das Medicon mit 6.500 Quadratmetern heute zu den größten Einrichtungen seiner Art in Deutschland. Wenn jetzt die Mitglieder wiederkommen, wird sich mancher wundern. „Die vielen Renovierungen sind das Signal, dass es weitergeht“, unterstreicht Ortwin Sülzen.