Neuwied, 06.10.2020

Neuwieder WiFo und Initiative Region Ko-Mittelrhein kooperieren

„Der Region zu mehr Geltung verhelfen“. Eine der Gründungsideen des Neuwieder WirtschaftsForums findet zunehmend Gehör. Das gleiche Ziel, sowie die „Region der Regionen“ zu einer attraktiven Einheit zu formen, verfolgt die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein. Bei einem ersten Treffen auf Vorstandsebene verständigten sich beide Vereine auf eine engere Kooperation. Die WiFo Vorsitzende Marion Blettenberg tritt dem Beirat der Initiative bei. Gemeinsam mit dem Initiativen Vorsitzenden Hans-Jörg Assenmacher will sie in der Öffentlichkeit mehr Wahrnehmung für die Region erreichen. „Hier leben 24% der Rheinland-Pfälzer, die 36% zum Steueraufkommen beitragen. Wir sind das wirtschaftliche Rückgrat des Landes“, argumentiert Assenmacher.
Der Politik sei das nicht ausreichend bewusst. Immer wieder versuche die Landesregierung im Norden den Rotstift anzusetzen. Das Oberlandesgericht und die Rheinische Philharmonie seien Beispiele. Ganz aktuell lassen die Umstrukturierungen bei der Uni Koblenz-Landau die Wellen hoch schlagen. Die demnächst selbstständige Universität in Koblenz ist längst nicht ausreichend finanziert. „Der Nutzen der Hochschule und der Universität wird vom Land völlig verkannt“, sind sich Blettenberg und Assenmacher einig. Dies besonders im Hinblick auf die dringend notwendig benötigten Studienangebote für das Lehramt und im IT-Bereich. „Unsere Region ist der Hotspot für IT-Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz“, unterstreicht Assenmacher mit Hinweis auf Global Player wie CompGroup Medical, Ehrhardt und Partner Consulting und viele Start-ups. Viele der Mitarbeiter und Firmengründer haben in Koblenz studiert.
Unter dem Motto „Universität Koblenz, Zukunftspakt – Eine Region macht sich stark“ wollen das WiFo und die Initiative in Kürze zu einer Großveranstaltung nach Neuwied einladen. Gemeinsam mit der Wirtschaft möchten die überparteilichen Vereine die Politik mit ins Boot holen. Mit der Gründung des Parlamentskreis, dem hiesige Abgeordnete des Mainzer Landtags angehören, hat Assenmacher bereits einen Schritt getan. Über die Wirtschaft hinaus möchte der Initiativen Vorsitzende in den Bereichen Kultur und Tourismus die existierenden Angebote transparenter machen.
So vermisst Assenmacher beispielsweise einen Wegweiser für alle Freizeit Aktivitäten und Touristen-Highlights in der Region. Beim WiFo rennt er damit offene Türen ein. „Viele Einpendler wissen gar nicht um die Lebensqualität vor Ort“, bedauert die WiFo Ehrenvorsitzende Brigitte-Ursula Scherrer. Dabei biete das nördliche Rheinland-Pfalz bezahlbaren Wohnraum bei verhältnismäßig niedrigen Lebenshaltungskosten, dazu ausgezeichnete Betreuungsangebote für Kinder, Schulen und Hochschulen sowie ein breites Spektrum an Kunst und Kultur.
„Die Attraktivität unserer Region und die Lebensqualität vor Ort sind mitentscheidend, dass unsere Firmen weiterhin ausreichend Fachkräfte finden, um auf Wachstumskurs zu bleiben“, resümieren Blettenberg und Assenmacher.