„Verborgene Schätze“ im Neuwieder WiFo

Zweifellos bringt die Corona-Krise historische und noch nicht abzuschätzende volkswirtschaftliche Schäden, Firmenpleiten und persönliche Schicksale mit sich. Umso wichtiger ist es, die Krise zu meistern, hierin Chancen zu erkennen und durch positive Veränderungen daraus gestärkt hervorzugehen.
Den regelmäßigen Stammtisch, seit Corona in Form einer Video-Konferenz, nutzte das Neuwieder WirtschaftsForum (WiFo), um auf zwei Positivbeispiele einzugehen. „Wir werden dieses Format fortsetzen, damit sich die Mitglieder untereinander noch besser kennenlernen und unterstützen können. Ich bin mir sicher, es gibt unter uns weitere verborgene Schätze“, zeigte sich die Vorsitzende Marion Blettenberg zuversichtlich. Zuvor hatten sich newcut Werbefilme und Vario Software vorgestellt. Beide Mitglieder verbindet, dass sie sich schnell auf die Krise einstellten und unkonventionell halfen. Der stellvertretende WiFo Vorsitzende Cornelius Kirsche, zeigte sich begeistert, dass freie Kapazitäten eingesetzt wurden, um anderen zu helfen.
So hatte newcut beispielsweise für den Zoo Neuwied den Film „Zoolidarität“ produziert, um damit Spenden zu generieren. Das Neuwieder Unternehmen konzipiert Industrie- und Werbefilme sowie Erklärvideos mit geringen vierstelligen Budgets für Kleinbetriebe bis hin zu mittleren fünfstelligen Budgets für Großkunden. „Was nutzt der beste Film, wenn er nicht gesehen wird? Daher haben wir uns zusätzlich auf das Publishing spezialisiert“, erklärte Geschäftsführer Jost Gabriel die Bedeutung crossmedialer Kampagnen. Der Film sei keine Insellösung, sondern müsse in einem Gesamtkonzept eingebunden werden. Ähnlich ist es bei Vario-Software, die Warenwirtschaftssoftware entwickeln.
„Mit der Software allein ist es nicht getan. Zu unseren Kompetenzen gehören die Verbesserung der betriebswirtschaftlichen und logistischen Prozesse“, erklärte Hendrik Schneider. Das Neuwieder Unternehmen hatte dem Kreis Neuwied innerhalb kürzester Zeit ein individuelles Warenwirtschaftssystem entwickelt, um die Verteilung von Hilfsmitteln aus der zentralen Fieberambulanz in die einzelnen Verbrauchsstellen zu managen.
Darüber hinaus konnte Vario-Software in der Corona-Krise Einzelhändlern das Geschäft retten, indem Webshops eingerichtet wurden. Ein Winzer, der seine Weinproben ins Internet verlagerte, war in kürzester Zeit ausverkauft. Kunden, bei denen das Online-Geschäft boomte, verbesserte Vario Software die Prozesse und Abläufe, um täglich die zwei- und dreifache Menge der üblichen Pakete zu versenden.