WirtschaftsForum vernetzt sich mit der Region Mittelrhein e.V.

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Digitalisierung, künstliche Intelligenz und die Industrie 4.0 werden Berufsbilder verändern, teilweise überflüssig machen. Damit der heimischen Wirtschaft die Fachkräfte von morgen zur Verfügung stehen und der Standort gestärkt wird, unternimmt das Neuwieder WirtschaftsForum (WiFo) vielfältige Anstrengungen. Mit der Wahl von WiFo Sprecherin Marion Blettenberg in den Beirat der Region Mittelrhein e.V. unterstreichen die Neuwieder ihren Anspruch den heimischen Wirtschaftsraum, als neue Metropolregion zwischen den großen Zentren Köln/Bonn und Frankfurt/Wiesbaden, mehr Geltung zu verschaffen. „Nach innen möchten wir den Netzwerkgedanken schärfen und für Kooperationen innerhalb unserer Region werben. Ein Beispiel ist der IT-Stammtisch, wo sich Unternehmen aus Koblenz, Neuwied und benachbarten Städten austauschen“, erläutert Marion Blettenberg. Nach außen hin soll die Wahrnehmung der Mittelrhein Region geschärft werden. Durchaus mit unterschiedlichen Zielrichtungen. An die Menschen ist die Botschaft adressiert, dass es sich hier zu günstigen Preisen gut leben lässt und attraktive Arbeitsplätze vorhanden sind. In Richtung Landespolitik verweisen die Netzwerker auf einen der stärksten Wirtschaftsräume im Land. Wie wichtig das gemeinsame Auftreten ist, zeigen die aktuellen Diskussionen um die Uni Koblenz-Landau. „Wir werden weiterhin in Mainz für eine bessere finanzielle Ausstattung der zukünftig selbstständigen Uni Koblenz kämpfen, um die Erfolgsstory des Campus fortzuschreiben“, verspricht Marion Blettenberg. Die WiFo Sprecherin verweist auf zahlreiche Großunternehmen, die auf die Studienabgänger angewiesen sind. WiFo und die Region Mittelrhein e.V. unterstützen die Pläne der Uni, die Digitalisierung in den Lehramtsstudiengängen aufzunehmen sowie den Studiengang Wasserwirtschaft anzubieten. „Unsere Region mit Rhein, Mosel und den zahlreichen Zuflüssen ist bestens geeignet“, sagt Marion Blettenberg.

Fachkräfte in Kinderschuhen

Damit der Region langfristig Fachkräfte und hochqualifiziertes Personal für Forschung und Technik zur Verfügung stehen, unternimmt das WiFo im Verbund mit der MINT Region Neuwied und der Fachkräfteallianz des Landkreis Neuwied vielfältige Anstrengungen. Noch vor dem Studium setzt die MINT Region Neuwied an, in der das WiFo mit seinen Mitgliedern ein wichtiger Kooperationspartner ist. „Die Talentförderung kann schon in der Kita beginnen“, meint Marion Blettenberg. MINT möchte das Interesse für Mathe, Informatik, Natur-wissenschaften und Technik im frühen Entwicklungsstadium wecken. Die MINT-Bildung soll über die gesamte Bildungskette nachhaltig gefördert und gestärkt werden. Beim Girls-Day werden Mädchen technische und wissenschaftliche Berufe nähergebracht. „Von der typischen Geschlechterrolle, von klassischen Frauen- und Männerberufen müssen wir zunehmend Abstand nehmen und Chancengleichheit erreichen“, unterstreicht die WiFo Sprecherin.

Klassische Berufe gefragt

Nicht aus dem Blick lässt das WiFo die traditionellen Berufe und das Handwerk. Marion Blettenberg nennt ein Beispiel für Veränderungen: „Es besteht ein Mangel an Busfahrern. Gleichzeitig finden immer mehr Frauen Gefallen an dem Beruf, viele über den Quereinstieg in Teilzeit“. Für die Busbetreiber, die sehr gute Erfahrungen mit den Fahrerinnen machen, ist das ein Glücksfall. Ein Austausch über solche Entwicklungen finden in der Fachkräfteallianz statt. Unter Federführung des Landkreis sitzen Vertreter aus der Wirtschaft und IHK, von ARGE und Arbeitsagentur, Handwerkskammer und Wirtschaftsförderung, an einem Tisch und tauschen Erfahrungen aus. Etwa darüber, welche Potentiale auf dem Arbeitsmarkt vorhanden sind und in welchen Bereichen es Defizite an Fachkräften und ausgebildeten Menschen gibt. Entsprechende Fort- oder Weiterbildungsangebote oder Umschulungen können dann an die Zielgruppe adressiert werden.

Foto BUZ: „Es ist uns wichtig, dass den Unternehmen der Region auf Dauer hoch qualifiziertes Personal und gut ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung stehen“, unterstreicht WiFo Sprecherin Marion Blettenberg